Fotoserie und Kostümbild
„Rear View Mirror“
Fotoserie Dezember 2014
Aus den Erinnerungen an Vergangenes konstruieren wir eine Vorstellung der Zukunft und nennen es Utopie.Ernst Bloch bezeichnet die Utopie, als „etwas das allen in die Kindheit scheint und wo noch niemand war: Heimat.“
Das Projekt mit dem Arbeitstitel „Objects in Mirror are closer than they appear“ fragt nach der Zukunft und sucht nach Antworten in der Vergangenheit.
Der Blick in die Vergangenheit verändert das Bild der Gegenwart und schafft möglicherweise neue Visionen für die Zukunft. Wo liegt die Utopie unserer Zeit? Woher kommen solche Zukunftsvisionen? Wie entstehen utopische und dystopische Vorstellungen? Welche Umstände bewirken Widerstand und welche lähmen?
Jede Generation hat das Bedürfnis, sich von der Vergangenheit ihrer Eltern frei zu machen und etwas neues zu schaffen. Der Weg der in die Utopie führt ist an sich schon utopisch, da er immer auch durch Einschneidung determiniert ist. Man wünscht sich den totalen Anfang. Ein frei-machen von der Vergangenheit: Tabula Rasa.
Die Wut der heutigen jungen Generation und deren Drang nach Absolution und Veränderung äußert sich zum Beispiel in angezündeten Autos, Aufständen und Krawallen von frustrierten Jugendlichen in London, jungen Menschen die ihre Heimat verlassen, um sich dem islamistischen Terror anzuschließen und Amokläufen in öffentlichen Schulen.